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Nutzen und Einsatz von Big Data für Finanzdienstleister

Welchen Nutzen bietet der Einsatz von Big Data für Finanzdienstleister? Daten sind Wissen und Wissen ist ja bekanntlich Macht. Deshalb wissen Unternehmer genau, wie wichtig das heutige Datensammeln in Form von Big Data ist. Besonders datenorientierte und -intensive Organisationen, wie Versicherungen und Banken sind davon immer abhängiger. Aber was tun, wenn das große Sammeln in die Auswertung geht? Wie können Finanzdienstleister Big Data am besten für sich nutzen?

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Studie: Versicherungen verschlafen Social Media

Social Media in Versicherungen und im Finanzdienst-Sektor sind seit Jahren ein Problem. Nur wenige Versicherer nutzen mehrere Social-Media-Kanäle und noch weniger davon nutzen diese mit einer Strategie. Die aktuelle Studie „Versicherungen Online 2016“ der Beratungsagentur Absolit hat im Juni erst wieder neue Zahlen für deutsche Versicherer veröffentlicht. Demnach haben immer noch 23 Prozent keinen Facebook-Auftritt und 30 Prozent sind nicht bei Twitter vertreten.

Webauftritt statt Social Media

Die Studie zeigt, dass sich viele Versicherungen auf Suchmaschinen und ihre Website konzentrieren. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Suchmaschinenrankings bei der Mehrheit der Befragten verbessert. Dazu haben die Versicherer Informationsangebote erweitert und effiziente SEO-Arbeit durchgeführt. Allerdings konnten dadurch lediglich 15 der 40 befragten Versicherungen wirklich ihre Besucherzahlen erhöhen. Denn die Besucher kommen nicht nur über Google und Co. Größtenteils gelangen sie über andere Webseiten, über die sogenannten Backlinks auf die Seite der Versicherung. Backlinks sind Links auf anderen Seiten, die auf die eigene Website verweisen. Generali und Ergo erhalten beispielsweise mehr als ein Drittel ihres Websitetraffics über Backlinks. Allerdings sind bei fast zwei Drittel der Befragten die Backlinks seit 2015 zurück gegangen. Als Grund nennt die Studie die möglicherweise fehlenden interessanten Inhalte der Versicherer. Die Grafik zeigt die größten deutschen Versicherer mit ihrer Online-Arbeit im Überblick.

Social Media in Versicherungen

Quelle: „Versicherungen Online 2016“ von Absolit

Nachholbedarf bei Social Media

Wie die Grafik zeigt, ist auch das Fazit der Studie: Viele Versicherer investieren noch zu wenig Leistung und Arbeit in Social Media. Und das, obwohl Facebook und Co. zum Alltag gehören und vor allem jüngere Generationen immer mehr auch Finanzen und Versicherungen online abschließen wollen. Auch die großen, wie Allianz oder Zurich haben zwar viele Fans (über 300.000), die Interaktion macht sich jedoch kaum bemerkbar. Das zeigt auch die Grafik der aktiven und inaktiven Fans.

Social Media in Versicherungen

Quelle: „Versicherungen Online 2016“ von Absolit

Im Social-Media-Marketing zeigt sich immer wieder, dass eine hohe Anzahl von Fans kein Index für Erfolg ist, wenn nicht ebenso viel Kommunikation und Beteiligung dieser Fans stattfindet. Denn nur damit werden Fans auf lange Sicht zu Kunden.

Social Media in Versicherungen

Eines steht heute fest und das gilt nicht nur für Versicherungen, sondern für jede Art von Unternehmen: enthalten ist nicht mehr möglich. Sie können es sich nicht mehr aussuchen, ob sie im Social Web dabei sein möchten oder nicht, denn sie sind es schon. Entweder sind ihre Mitarbeiter oder Vertriebspartner im Social Web aktiv oder es wird längst über sie geredet. Wer Augen und Ohren verschließt, der wird „gesocialt“ – ob er will oder nicht. Damit verschenken Unternehmen die Chance, steuernd einzugreifen. Sie verpassen aber auch die Chance ein kaum beackertes Feld zu besetzen und sich hier auf weiter Flur zu positionieren. Aber es erfordert ein Umdenken und braucht eine gut durchdachte Strategie, um virale Effekte zu erzeugen. Aber Vorsicht: Social Media ist kein Marketingthema! Wer hier mit den gewohnten Marketinginstrumenten ans Werk geht, wird – wenn es glimpflich läuft – mit Nichtachtung abgestraft.

Vor einiger Zeit haben wir Interviews mit verschiedenen deutschen Versicherern geführt und sie nach ihrer erfolgreichen Social-Media-Arbeit gefragt. Dabei waren Asstel, Allianz, Barmenia und die Provinzial Rheinland. Außerdem haben wir aus den Antworten Spielregeln für soziale Netzwerke entworfen, denn Socia Media bedeutet mehr als nur ein paar Posts am Tag zu setzen. Sie müssen Content produzieren, kommunizieren, Umgangsformen wahren und moderieren.

Die folgenden zehn Tipps können helfen

  1. Definieren Sie Ihre Zielgruppe und deren Netzwerke
  2. Zuhören, verstehen, mitmachen
  3. Kommunizieren Sie höflich
  4. Lehnen Sie unerwünschte Anfragen ab
  5. Nerven Sie Ihre Kontakte nicht mit zu vielen werblichen Posts
  6. Schreiben Sie korrekt und freundlich
  7. Dialog statt Monolog
  8. Schützen Sie Ihren guten Ruf mit Krisenkommunikation
  9. Geben Sie Empfehlungen
  10. Keine plumpe Werbung, sondern Storytelling

Fazit: Soziale Netzwerke verändern die Geschäftswelt, auch die Versicherungswirtschaft. Mitmachen lohnt sich: Sie erhalten Informationen über Ihre Kunden, die Sie normalerweise nur über ein persönliches Gespräch bekommen. Wichtig ist authentische, offene und ehrliche Kommunikation. Nur so bauen Sie online eine gute Reputation auf, die Ihre nicht minder gute Offline – Reputation widerspiegelt. Bauen Sie also Vertrauen in Ihren sozialen Netzwerken auf. Gemeinsame Themen und die persönliche Wellenlänge fördern den Beziehungsaufbau. Geschäftliches ergibt sich nebenbei.

Ausblick: Ausführlichere Handlungsempfehlungen sowie alle Interviews lesen Sie in dem Whitepaper: Social Media in der Versicherungswirtschaft. Darin erhalten Sie auch Einblicke in die Studie: Social Media in der Assekuranz von AMC und Hilker Consulting, die ebenfalls online erhältlich ist.

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