Investor Relations in Social Media

Investor Relations (IR) spielen längst nicht mehr nur in der Offline-Welt eine Rolle, sondern ebenso in der Online-Welt. Mit Trends, wie Seed-Finanzierung oder Crowdfunding werden jüngere Investoren angesprochen, wodurch die Kommunikation über Social Media eine viel größere Gewichtung erhält. Inspiriert wurde der folgende Blogbeitrag von dem Interview mit Andreas Hoschke, Geschäftsführer der Agentur Hoschke & Consorten, veröffentlicht auf PR-Report.

Investor Relations auf sozialen Plattformen

Bereits im letzten Jahr hat der Brunswick Investor Use of Digital and Social Media Survey 2014 verdeutlicht, dass 70 Prozent der befragten Investoren, den digitalen Medien eine bedeutende Rolle für Investmententscheidungen zukommen lassen. Lediglich vier Prozent halten Investor Relations und Social Media für zwei verschiedene Paar Schuhe.

Quelle: Brunswick Investor Use of Digital and Social Media Survey 2014

Doch diese Befragten gehören zu traditionellen mittelständischen Unternehmen mit Börsennotierung. Mit dem steigenden Aufkommen von Startups und Jungunternehmen, sind auch die potentiellen Investoren häufiger auf Facebook, Twitter und Co. zu finden. Online-Video-Konferenzen und die Interaktion mit Kunden und Influencern im Social Web, gehören zum täglichen Brot digitaler Unternehmen. Deshalb ist es wichtig, sich auch für Investor Relations in Social Media auszustellen.

Investoren erreichen

Wenn Sie Social Media nutzen, um Investoren zu erreichen und die Beziehung mit ihnen zu pflegen, dann sollten Sie Social-Media-Marketing beherrschen. Social Media ersetzen nicht die klassischen Kommunikationswege, sie ergänzen sie. Der persönliche Kontakt via Email und Telefon bleibt weiterhin relevant und notwendig. Trotzdem kann eine kurze, prägnante Nachricht, ein Post oder Tweet, große Aufmerksamkeit generieren. Die Verbreitung und Reichweite ist viel höher, dafür aber auch auf mehreren Kanälen gleichzeitig. Darauf sollten Sie immer achten, wenn Sie einen Post setzen. Sie spiegeln damit das Unternehmen wieder und präsentieren sich in der Öffentlichkeit. Im Bereich Investor Relations sollten Sie daher den Fokus auf eine interessante Kapitalmarktstory legen.

Storytelling ist angesagt. In Ihren Unternehmensgeschichten können Sie zum Beispiel Ihre Strategien vermitteln und Ziele klar definieren. Darüber schaffen Sie Nähe zu Ihren Investoren und pflegen gleichzeitig eine transparente Kommunikation. Lassen Sie dabei den emotionalen Aspekt Ihres Contents nicht aus. Verkörpern Sie Ihre Inhalte glaubhaft im ganzen Unternehmen. Dazu sollten vor allem die Kommunikations- und die IR-Abteilung zusammenarbeiten.

Trend und Tools für Investor Relations

Für IR im Bereich Social Media ist es wichtig, immer auf dem neusten Stand zu sein, welche Nachrichten und Diskussionen über Ihr Unternehmen und Ihre Produkte im Web kursieren. Dazu sollten Sie mit Analysetools auswerten, welche Themen gut ankommen und welche nicht. Relevante Werte sind dabei die Reichweite einer Nachricht, die Multiplikation, also wie oft die Nachricht geteilt wurde sowie Positiv- und Negativnennungen. So sind Sie immer für mögliche Diskussionen gewappnet und können Ihren Social Media-Auftritt besser planen.

Interessante Trends für das Storytelling sind zum Beispiel der Twitter-Live-Video-Dienst Periscope oder der Nachrichtenkanal von Facebook, Facebook Instant Article. Für die Arbeit im Content-Marketing und der Planung über Redaktionspläne bietet das Tool Scompler eine simple Lösung an.

Fazit: Wie jeder Bereich in einem Unternehmen ist nichts dem Stillstand überlassen und alles wird digital. Auch die Investor Relations müssen sich zunehmend auf die Online-Welt konzentrieren und sich auf den sozialen Plattformen aufstellen. Denn dort sind die Investoren der Zukunft zu finden.

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